Nora Beyer

 

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

März 2015: „Die Pflicht zum nachhaltigen Diskurs in den Massenmedien“

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Game Journalist, Autor & Bike Guide

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung an den Studiengang festhalten?

Klingt übertrieben, ist aber wahr: Bei allen meinen jetzigen Tätigkeiten wirkt die Essenz des Studiengangs auf die ein oder andere Weise mit. Sei es der kritisch-reflektierte Blick mit immer ethischer Ausrichtung im Spielejournalismus, sei es die Fähigkeit zu flexiblen Perspektivwechseln, die im Bike Guiding von Vorteil sind – Ethik der Textkulturen hat mich seit meinem Abschluss nie verlassen.

 

Christopher Große

 

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

2008 (M.A.): „Wirtschaften zwischen Ethik und Ökonomik. Verantwortliches und nachhaltiges unternehmerisches Handeln als Kommunikations- und Managementkonzept“ (Weitere Informationen)

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Geschäftsführer der Seowerk GmbH (www.seowerk.de), einer Augsburger Online Marketing-Agentur.

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung an den Studiengang festhalten?

Der Masterstudiengang Ethik der Textkulturen ermöglichte mir das interdisziplinäre geistes-wissenschaftliche Studieren und Arbeiten, das ich mir immer gewünscht habe. Nach vielen Jahren als Lehramts- und Magisterstudent konnte ich in Ethik der Textkulturen einerseits bestimmte Disziplinen gemäß meiner persönlichen Interessen zielgerichtet vertiefen, andererseits hatte ich die Möglichkeit, tatsächlich interdisziplinär zu arbeiten und zwischen den unterschiedlichen Fächern eigene Studien- und Forschungsschwerpunkte zu entwickeln und zu verfolgen. Diese fächerübergreifende Herangehensweise bot so auch die Grundlage für meine zwischen Ethik und Wirtschaftswissenschaften angesiedelte Promotion. Ich bin den engagierten Professoren, Dozenten, Mitarbeitern und Kommilitonen bis heute sehr dankbar für eine lehrreiche Zeit, intensiven Austausch und nahezu perfekte Studienbedingungen, die im nationalen Vergleich Leuchtturmcharakter haben dürften.

 

Ates Gürpinar

 

 

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

2012: „Von Kittler zu Latour. Beziehung von Mensch und Technik in Theorien der Medienwissenschaft“

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE. Bayern

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung an den Studiengang festhalten?

Der Studiengang ermöglichte den Studierenden alles, was in gewöhnlichen Studiengängen untergeht. Kleine Gruppen, sich Zeit nehmende Lehrende, interdisziplinäre Diskussionen auf hohem Niveau, Austausch untereinander. Das besondere war außerdem, dass hochtheoretisch diskutiert wurde und ohne Zwang zu ‚Was bringt das in meinem Job?‘ oder ‚Brauche ich das für die Prüfung?‘, der lebensweltliche Bezug aber dennoch  immer im Raum war. Die Kontakte in dem Studiengang bleiben erhalten. Ich bin dankbar und zehre jeden Tag von den Erfahrungen.

 

Marlene Hahn

 

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Ich bin Absolventin des Elitestudiengangs Ethik der Textkulturen, den ich neben dem Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Augsburg im Herbst 2011 beendete. Mein Thema der Abschlussarbeit war: „Don Carlos. Viele Stimmen, eine Bühne: Friedrich Schiller – Giuseppe Verdi – Theater heute“.

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Seit Herbst 2015 bin ich Musikdramaturgin an der Oper Graz, dem zweitgrößten Opernhaus Österreichs. Seit 2010 arbeitete ich in gleicher Position am Theater Augsburg, wo ich bis 2016 die künstlerische Leitung des dortigen Opernballs innehatte. Darüber hinaus betreue ich als Regisseurin Opernproduktionen wie „Hotel Elefant“, das sich mit dem Skandal rund um die österreichische Erstaufführung der „Salome“ von Richard Strauss dreht.

Zu meinem Aufgabenfeld gehört: u. a. die Vorbereitung und Betreuung von Produktionen, die inhaltliche Auseinandersetzung mit Regie-Teams, das Interagieren zwischen Presse, Marketing und jeweiligem Team, genauso wie zwischen den verschiedenen Abteilungen, Werkstätten, Bezugspersonen einer Produktion (Dirigent, Regisseur, etc.). Das „Verkaufen“ einer Produktion bis zur letzten Vorstellung: Einführungen, Publikumsgespräche, Matinéen etc. Das Verfassen von Schrifterzeugnissen: Programmheft, Homepage, etc. Darüber hinaus die social media Betreuung (Video-Reihe: „Klappe auf!“ / Facebook Einträge etc.)

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung an den Studiengang festhalten?

Es war großartig von einer Nummer zu einem Individuum zu wandeln. In einem Hörsaal mit 400 Studenten bist du ein Teilchen in einer riesen Masse. In den Kursen, Seminaren des Elitestudienganges wirst du gegrüßt, man erkundigt sich nach dir, fördert und fordert dich und nicht den bunten Punkt hinten im Hörsaal eins.

Ich habe viel lernen können, über mich und meine noch zu entdeckenden Fähigkeiten: Früher hasste ich es beispielsweise vor Menschen zu sprechen. Im Studium gewann ich Selbstvertrauen und die Fähigkeit zu diskutieren. Meine damaligen Professorinnen, Prof. Malinowski und Prof. Schmaus, waren so beeindruckende, hochintelligente Frauen … Unglaubliche Vorbilder! Heute genieße ich sehr meine zahlreichen Moderationsaufgaben und Diskussionsrunden mit Publikum und Künstlern im Spannungsfeld meiner Tätigkeit.

Extra: Es gab eine Deutschlehrerin am Gymnasium, die mich für nicht gut genug für den Deutsch-Leistungskurs abstempelte. Für mich war das damals ein unglaublicher Schlag. Doch ein schlechter Aufsatz in der 11. Klasse entscheidet eben nicht über den persönlichen Werdegang, das entscheiden noch wir selbst, wenn wir an unseren Leidenschaften festhalten, bei mir ist es die Literatur, die Musik, das Theater. Und der Elitestudiengang „Ethik der Textkulturen“ hat mir geholfen über den Tellerrand hinauszublicken, „größer“ zu denken, Chancen zu erkennen. Danke.

 

Teresa Herzgsell

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Abschluss März 2017

Thema: „(Unzuverlässige) Erinnerung als narrative Strategie“

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Tübingen

im DFG-Forschungsprojekt: /Modernisierungsprozesse und transnationale Netzwerkbildung im Medium der Kulturzeitschrift – vom Modernismo zur Avantgarde/

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung
an den Studiengang festhalten?

Gerne denke ich an meine Zeit bei Ethik der Textkulturen zurück. Der interdisziplinäre Austausch sowohl unter den Studierenden, die ja aus ganz unterschiedlichen Fachdisziplinen kommen, als auch mit den Dozierenden, wie er ja schon in der Studienstruktur angelegt ist, machte für immer den besonderen Reiz an diesem Studiengang aus. Von diesen Austauschprozessen und den damit einhergehenden selbstreflexiven Praktiken profitiere ich persönlich im Privaten und in der Forschung bis heute.

 

Helen Hockauf

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Abschluss März 2016

Thema: „Flüchtlinge in der zeitgenössischen Literatur. Schreiben als ethischer Prozess von Würde“

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

– Doktorandin der ETK, Betreuung durch Prof. Dr. Stephanie Waldow, Stipendium der Bayerischen Universitäten e.V. nach dem Graduiertenförderungsgesetz Bayerns (AT: Menschenwürde, Menschenrechte, Performativität)

– GoVolunteer e.V.: Head of Partner Management

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung
an den Studiengang festhalten?

Das Studium „Ethik der Textkulturen“ hat es mir ermöglicht, sowohl Fachinhalte zu vertiefen, als auch neue Zugangsweisen zu Themen und Argumentationsweisen zu lernen. Besonders geschätzt habe ich das breite Angebot der verschiedenen Disziplinen, die Tiefe der Diskussionen und das Engagement seitens der Lehrkräfte – insbesondere das Mentoring und die Offenheit aller Professor*innen – und seitens der Studierenden. Mit letzteren habe ich einen starken Zusammenhalt erlebt und freue mich auf jedes erneutes Treffen. Als neugierige Person war es für mich von besonderem Vorteil, nach ‚meinem Tempo‘ studieren und (zu) viele Kurse belegen zu können. Auch die Flexibilität bezüglich eines Auslandsaufenthaltes war von Vorteil für mich.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass sowohl die Struktur als auch die Inhalte und die Personen des Studiengangs für mich von entscheidender Bedeutung für meine persönliche, wissenschaftliche und berufliche Entwicklung waren und sind.

 

Alexander Laska

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Abschluss März 2018

Thema: „Zur Literarisierung naturwissenschaftlicher Erkenntnis und der Empfindung des Erhabenen. Raoul Schrotts Epos ‚Erste Erde‘ – Kritik und Kommentar“

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Ich bin gerade (immer noch) Wissenschaftlicher Mitarbeit am Institut für Theoretische Physik der FAU und promoviere dort über einen neuen Ansatz zur Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantenfeldtheorie mithilfe sogenannter endlicher Geometrien.

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung an den Studiengang festhalten?

„Ethik der Textkulturen” hat meinen Horizont auf so mannigfache Weise erweitert, dass ich nach meiner Promotion in Theoretischer Physik ernsthaft in Erwägung ziehe, noch eine zweite geisteswissenschaftliche Promotion in Angriff zu nehmen. Von der Breite der angebotenen Veranstaltungen über das oft hohe Reflexionsniveau der Veranstaltungen bis hin zum offenen Ohr der OrganisatorInnen des Studienganges würde ich nicht zögern den Studiengang wieder zu studieren, obwohl ich zugeben muss, dass er neben meiner Promotions durchaus eine Doppelbelastung war. Ich konnte mich ganz nah an meinen Interessen und ganz nah am Herzen akademisch weiterentwickelt. Dafür bin ich ungemein dankbar. Darüberhinaus habe ich auch mehr als eine Hand voll neuer Freunde gefunden.

 

Eva Pörnbacher

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Abschluss Januar 2016

Thema: „Michel Foucaults Sorge um die Freiheit“

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Abteilung: Digitales Marketing
Position: Content Manager International

Können Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung
an den Studiengang festhalten?

Zum einen war es die Interdisziplinarität, die den Studiengang für mich so lehrreich und wertvoll gemacht hat. Die sehr unterschiedlichen disziplinarischen Hintergründe der Studierenden führten in Seminaren oder im Rahmen von Workshops immer wieder zu erhellenden und unerwarteten Diskussionen, die mir noch lange im Kopf geblieben sind. Zum anderen war mir die intensive, ernstgemeinte und fachkundige Betreuung und Beratung der Lehrenden in vielerlei Hinsicht eine große Hilfe, was mein wissenschaftliches Fortschreiten angeht.

 

Michael Preis

 

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Ich habe ursprünglich Neuere deutsche Literatur und Historische Musikwissenschaft studiert, bevor ich, zuerst im Internet, auf die „Ethik der Textkulturen“ gestoßen bin. Diesen Studiengang habe ich im September 2008 mit einer Arbeit über Uwe Timms „Rot“ und „Der Freund und der Fremde“ abgeschlossen.Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Nach einem Jahr wissenschaftlicher Assistenz bei Prof. Oliver Jahraus an der LMU und zwei Jahren Promotionsstipendium beim ENB war ich ab 2012/2013 Programmheftredakteur der Bamberger Symphoniker (freiberuflich). Ab 2014/2015 habe ich dort zusätzlich die Konzerteinführungen aufgebaut und koordiniert. Im Sommer 2015 konnte ich meine Dissertation in Neuerer deutscher Literaturwissenschaft abschließen, eine dekonstruktive Arbeit zu Schillers „Wallenstein“. Sie wurde 2018 publiziert.

Für das Orchester arbeite ich nun mehr projektweise, als Autor, Redakteur und Konzerteinführer, auch im Auftrag eines Erlanger Kulturveranstalters. Neben Freiberuflichkeit und Familie bilde ich mich derzeit in den Bereichen Desktop-Publishing und Webdesign weiter.

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung
an den Studiengang festhalten?

Durch mein Studium in Bamberg und Fribourg/Schweiz kannte ich schon vor meiner Zeit in Augsburg die Vorteile von eher kleinen Universitäten: Man arbeitet im engen Kontakt mit den Studierenden. Und auch von den Dozentinnen und Dozenten kann man in der intensiven Zusammenarbeit Vieles nachhaltiger lernen, als das an einer Massenuniversität möglich wäre.

An dem Studiengang „Ethik der Textkulturen“ schätze ich rückblickend die Möglichkeit, im Kontakt mit anderen Fächern Fragestellungen zu schärfen, wie sie sich aus meiner ‚Heimatdisziplin‘ eben nicht von selbst ergeben. Studieninhalte, Lehrstruktur sowie die generellen Rahmenbedingungen sind meiner Erfahrung nach ganz außergewöhnlich.

 

Eva Rösch

 

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Ich habe mein Ethik der Textkulturen Studium im September 2010 beendet mit einer Master-Arbeit zum Thema: „Unsere Gier nach Geschichten – Ethische Implikationen der Erzähltheorie Max Frischs in Benjaminscher Perspektive“

 

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Ich bin seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin von Frau Prof. Dr. Marion Schmaus an der Philipps Universität Marburg

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung an den Studiengang festhalten?

Gerade vor dem Hintergrund meiner Erfahrung als Lehrende in modularisierten Bachelor-Studiengängen ist das relativ freie Studieren, das im Studiengang Ethik der Textkulturen nicht nur erlaubt, sondern gefördert wird, ein nicht zu hoch zu bewertender Pluspunkt. Dazu gehörten das interdisziplinäre Arbeiten, die Entwicklung neuer Fragestellungen sowie das Einbringen eigener Projekte.Die spezifischen Möglichkeiten eines ETK-Studiums – die abwechslungsreichen und innovativen Lehrformate (Vorträge, Workshops, Kompaktseminare, Seminare mit zwei Lehrenden), das enge Betreuungsverhältnis sowie der Einbezug praktischer Aspekte – können von ’normalen‘ Studiengängen nicht geleistet werden.

 

Markus Schiegg

 

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Abschluss 2010

Thema: „Die Textkultur althochdeutscher Glossen“

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Seit September 2017: Leiter der Nachwuchsforschergruppe „Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte“ an der FAU Erlangen, finanziert durch das Elitenetzwerk Bayern

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerungan den Studiengang festhalten?

Ethik der Textkulturen erlaubt es, Einblicke in unterschiedliche Fächer und deren Fragestellungen, Methoden und Inhalte zu erlangen, wie dies in anderen Studiengängen kaum möglich ist. Davon konnte ich in meinem weiteren wissenschaftlichen Werdegang oftmals profitieren. Das vielfältige Angebot ermöglicht eigenständige Schwerpunktsetzungen, wobei die Arbeit am Text immer wieder zu den grundlegenden Fragen des Verstehens und Bewertens zurückführt und damit einen gemeinsamen Nenner im Studiengang herstellt.

 

Christopher Schliephake

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Abschluss 2010

Thema: „History, Memory, and Myth as Imaginative Spaces in the Contemporary American Novel“

Ich habe im SoSe 2010 den Studiengang „Ethik der Textkulturen“ mit einer Magisterarbeit zum Thema „History, Memory, and Myth as Imaginative Spaces in the Contemporary American Novel“ abgeschlossen. Die Arbeit thematisierte das Zusammenspiel von Erinnerung, Imagination und Narration sowie die ethische Rolle von Literatur im Spannungsfeld von kommunikativem Gedächtnis und Geschichtskultur. Durch die zahlreichen, thematisch vielfältigen Workshops, Seminare und Vorlesungen im Rahmen des Studiengangs wurde mir ein neuer Blick auf diese Themen eröffnet; ebenso ein Interesse an interdisziplinären Fragestellungen, die mich seitdem weiter begleitet haben und von denen ich immer noch profitiere.

So promovierte ich 2013 zunächst im Fach Amerikanistik zu einer Arbeit über die kulturellen Aspekte von Stadtökologien und schließlich 2018 im Fach Alte Geschichte mit einer Arbeit zur (trans)kulturellen Erinnerung an Alexander den Großen entlang der Nordwestgrenze Britisch-Indiens im 19. Jahrhundert. Dass ich beide Fachbereiche gleichsam abdecken kann und in meinen Arbeiten transdisziplinäre sowie transhistorische Themen behandle, verdanke ich nicht zuletzt der impulsreichen Betreuung im Studiengang, die mich stets ermutigte eigene Fragestellungen und Forschungsthemen zu entwickeln und kreativ umzusetzen.

In meiner gegenwärtigen Position als Wissenschaftlicher Assistent im Fach Alte Geschichte (Universität Augsburg) versuche ich diese Neugier und Offenheit auch an meine Studierende weiterzugeben. Insgesamt stellt der Studiengang „Ethik der Textkulturen“ für mich ein Paradebeispiel für die Relevanz geisteswissenschaftlicher Forschung in unserer gegenwärtigen Epoche dar, da hier hochaktuelle gesellschaftliche Themen aufgegriffen und derart diskutiert werden, dass nicht bloß Kritik an bestimmten Entwicklungen geübt, sondern vielmehr gedankliche und praktische Alternativen im Umgang mit ethischen Fragestellungen entwickelt werden.

 

Elena Walter

 

Wann und mit welchem Thema war Ihr Abschluss im Studiengang?

Juni 2018: „Erinnern und Erzählen. Mythenkonzeption und ethische Narration bei Ulrike Draesner“

Was ist Ihre jetzige Position oder Tätigkeit?

Derzeit auf Stellensuche.

Könnten Sie in wenigen Sätzen eine Würdigung, Empfehlung oder Erinnerung an den Studiengang festhalten?

Die Kombination verschiedener Disziplinen und die große Freiheit bei der Wahl der Seminare und Vorlesungen machten das Studium von Ethik der Textkulturen zu meiner schönsten und intensivsten Universitätszeit. Mein nicht nur wissenschaftliches Interesse war schon immer breit gefächert, denn was die Welt im Innersten zusammenhält, kann man meiner Ansicht nach am ehesten im Zusammenspiel der Wissenschaften erfahren. Ethik der Textkulturen ermöglichte es mir, Querverbindungen zu entdecken, Perspektiven auszuweiten und immer wieder eines: über den Tellerrand hinauszudenken.


„Das Eigene muß so gut gelernt sein wie das Fremde.“
Hölderlin an Böhlendorff, 4. Dezember 1801