Tagung »Ohne Leitbilder? Vom Nutzen und Nachteil der Tradition für das Leben«

19.–21. Juli 2018

Do./Fr.: Orangerie/Wassersaal, Schlossgarten 1, 91054 Erlangen [klicken für Kartenansicht]
Sa.: B 301, Bismarckstraße 1, 91054 Erlangen [klicken für Kartenansicht]

Hier finden Sie das komplette Tagungsprogramm als PDF: Programm »Ohne Leitbilder? Vom Nutzen und Nachteil der Tradition für das Leben« [zum Download klicken]

Hier finden Sie die Einladung zur Podiumsdiskussion am Do., dem 19.07.2018, als PDF: Einladung Podiumsdiskussion [zum Download klicken]

Die Tagung zielt auf die Befragung verschiedenster Konzeptionen und Denkansätze zum Thema Tradition, einem Begriff, der in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus geraten ist. Ob im Rahmen demagogischer Narrative der sowohl in Europa als auch weltweit wiederauflebenden populistischen Strömungen oder, in gemäßigterer Form, als schiere Sehnsucht nach identitätsstiftenden Werten in der Mitte der Gesellschaft – die Klage über den Verlust von Tradition ist in aller Munde. In Deutschland ist etwa polemisch vom »letzten Deutschen« (Botho Strauß) oder vom bedenklichen Verzicht auf »die eigene Identität, Herkunft und Kultur« die Rede (Cato 1/2017). Eine der Fragen, mit denen sich die Tagung vor diesem Hintergrund auseinandersetzen wird, lautet, welche problematischen Formen Tradition in einem gewandelten globalen Setting im Sprachgebrauch, in kulturellen Praktiken und institutionellen Konfigurationen annehmen kann und wie diese beurteilt werden können. Trotz der Gefahren, die mit Traditionsdenken einhergehen, soll Tradition auf der Tagung gleichwohl nicht nur einseitig als lediglich problembehaftete Kategorie betrachtet werden. Diskutiert werden sollen auch solche Gehalte von Tradition, die für ein gesellschaftliches Miteinander durchaus bedenkenswert sind und – sowohl in den USA als auch in Deutschland – wieder ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit rücken.

Organisiert wird die Tagung vom Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturgeschichte der FAU Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Christine Lubkoll), dem Elite-Studiengang Ethik der Textkulturen und dem German Studies Department der Brown University, Providence/USA (Prof. Dr. Gerhard H. Richter). Um die Kooperation der beiden Universitäten zu intensivieren, soll nun einem Feld aus Vortragenden, bestehend aus 5 Promovierenden der Erlanger Germanistik, 5 Studierenden des Studiengangs ETK und 5 Graduate Students der Brown University ein institutioneller Austausch ermöglicht werden. Im Rahmen der ersten gemeinsamen Tagung am 19., 20. und 21. Juli wird der Chair des Brown German Studies Departments, Prof. Dr. Gerhard Richter, einen Vortrag zum Thema Tradition halten.

 
„Ich mag es, mich in neue Themen einzudenken - die interdisziplinären Seminare des Studiengangs und die Möglichkeit, eigene Projekte einzubringen, waren genau das Richtige für mich.“
Eva Rösch, Alumna des Studiengangs
 


Copyright: Ethik der Textkulturen, Universität Augsburg, Universität Erlangen, 2012